Übersetzung  für den Artikel aus LFB ( http://www.london-fire.gov.uk/news/detail.asp?id=691.)

 

Neuer multireligiöser Seelsorge-Dienst für die Londoner Feuerwehr

Die Londoner Feuerwehr hat als erste Feuerwehr des Landes einen Seelsorge-Dienst mit Mitarbeiter/innen aus verschiedenen Religionen.
Der neue Dienst begann am 4. April 2005. Durch ihn sollen die spirituellen und seelsorgerlichen Bedürfnisse der sehr unterschiedlichen Mitarbeitenden abgedeckt werden.
Der multireligiöse Seelsorge-Dienst wird vom Guy's and St Thomas' Hospital Trust bereitgestellt, mit dem die Feuerwehr entsprechende die Verträge abgeschlossen hat.
Der Seelsorge-Dienst in der Londoner Feuerwehr existiert schon seit dem 19. Jahrhundert, war aber bisher rein christlich orientiert.

In der Londoner Feuerwehr gibt es jedoch außer Christen auch Buddhisten, Hindus, Juden, Moslems, Sikhs, und Angehörige anderer Religionen. Der neue Seelsorge-Dienst wird den Angehörigen dieser Religionen sowie Gläubige aus Minoritäten innerhalb der Religionen seelsorgerliche und geistige Unterstützung anbieten.
Das multireligiöse Seelsorge-Team wird von Pfarrerin Mia Hilborn geleitet, und wird Segnungen, Beerdigungen, Gedenkgottesdienste und Feiern in vielen verschiedenen Glaubensrichtungen durchführen können.
„Ich bin sehr stolz darauf, dass wir in dieser Hinsicht wegweisend sind“, sagte Brian Coleman, Vorsitzender des Ausschusses für Personalangelegenheiten und Gleichberechtigung.

„Die Schaffung eines multireligiösen Seelsorge-Dienstes unterstreicht unsere Bemühungen, eine Belegschaft in der Londoner Feuerwehr zu entwickeln und zu kultivieren, die der großen Unterschiedlichkeit der Gemeinden entspricht, für die sie arbeitet. Angehörige aller Religionen sind in der Feuerwehr willkommen, und wir wollen ihre geistlichen Bedürfnisse angemessen berücksichtigen.“ „Der neue Dienst wird ein größeres Verständnis zwischen den verschiedenen Religionen innerhalb der Feuerwehr fördern und mögliche Barrieren abbauen, die Menschen aus anderen Glaubensrichtungen daran hindern könnten, in der Feuerwehr zu arbeiten.
Pastorin Mia Hilborn betonte: "Jeder hat Zeiten in seinem Leben, in denen Unterstützung hilfreich sein kann, und die Feuerwehrleute sind da keine Ausnahme.

Das Seelsorgeteam repräsentiert die fast alle Religionen und Glaubensrichtungen und wird in der Lage sein, den Mitarbeitern bei Problemen, Ängsten, oder Schwierigkeiten zu helfen – egal, aus welchem Glauben sie kommen. Das kann durch vertrauliches Zuhören oder trostspendendes Gebet geschehen."
Personen auf dem Foto von links nach rechts: Pastor Angus Aagaard, der ehrwürdige U Uttara, Pat Oakley (Vorsitzender der Gleichberechtigungs-Kommission), Abgeordneter Brian Coleman (Vertreter der Behörde und Vorsitzender des Ausschusses für Personalangelegenheiten und Gleichberechtigung), Pastor John Sakutambo und Pastorin Mia Hilborn

 

 

Anmerkung:

Es ist ein großes Anliegen der Londoner Stadtverwaltung, auch die kleinsten Minderheiten zu berücksichtigen und gleichberechtigt zu behandeln. Traditionelle Domänen bestimmter Gruppen sollen wenn möglich aufgelöst werden. (z.B. die fast 100%ige Besetzung der Feuerwehr durch christliche Mitarbeiter/innen.) Obwohl viele Angehörige anderer Religionen z.T. aus religiösen Gründen die Arbeit in der Feuerwehr ablehnen, werden sie ständig umworben, um letztendlich in der Feuerwehr die gleiche ethnische Verteilung zu erreichen, die auch in der Bevölkerung vorzufinden ist.

Ich bezweifle, das dieses Ziel sinnvoll ist.

Dass durch das multireligiöse Seelsorge-Team auch nichtchristliche Feuerwehrleute angemessen betreut werden können ist sicherlich gut und hilfreich.

Hanjo v.Wietersheim

 

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Für das Internet bearbeitet von Hanjo v.Wietersheim am 04.06.2005.