Meldung vom 23.04.2001 17:05

Vier Tote bei Folgeunfall auf Autobahn bei Magdeburg
 

Notarzt, Rettungssanitäter und achtjähriges Kind unter den Opfern

Bornstedt (AP)

 Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn A 2 bei Magdeburg sind am Montagmorgen vier Menschen ums Leben gekommen. Fünf weitere Personen wurden schwer verletzt. Wie die Polizei in Stendal mitteilte, kam ein Lastkraftwagen aus vorerst ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und raste in eine Gruppe von Polizei- und Rettungsfahrzeugen, die dort wegen eines anderen Unfalls zur Stelle waren.

       Ein Notarzt, ein Rettungsassistent und ein achtjähriges Mädchen waren sofort tot, der Lkw-Fahrer verstarb später im Krankenhaus. Eine junge Frau, zwei Rettungssanitäter und zwei Polizisten erlitten zum Teil schwerste Verletzungen.

       Nach Angaben des Rettungsamtes im Ohrekreis war der Lastkraftwagen gegen 07.20 Uhr nahe der Abfahrt Bornstedt ungebremst in die auf dem Standstreifen gesicherte und Kilometer vorher angezeigte Unfallstelle gerast. Die Mediziner, die kurz zuvor mit Rettungswagen und -hubschraubern angekommen waren, hatten gerade eine 18 Jahre alte Autofahrerin sowie das später getötete achtjährige Mädchen behandelt. Deren Pkw hatte zuvor die Leitplanke gestreift und war in einen Graben gerutscht.

       Der Lastwagen zerstörte ein Polizeiauto sowie ein Rettungsfahrzeug total, wie Hans-Joachim Reulecke, Leiter des Rettungsamtes berichtete. Der Notarzt starb in dem eingequetschten Rettungswagen. Das von ihm gerade behandelte Kind wurde aus dem Fahrzeug geschleudert und dabei getötet. Der ebenfalls umgekommene Rettungsassistent wurde unter der Ladung des Lkw begraben. Der Fahrer des Unfallfahrzeugs wurde in die Magdeburger Uniklinik gebracht, wo er Stunden später ebenfalls verstarb.

       Die Autobahn von Hannover in Richtung Berlin war für Stunden total gesperrt. Erst gegen 14.45 Uhr konnte die Trasse nach Abschluss der Bergungsarbeiten wieder auf allen Spuren für den Verkehr freigegeben werden.

 

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